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38-jähriger Iraner wegen Schießerei in Göttingen vor Gericht
14.07.2011 - Göttingen. Drei Jahre nach einer Aufsehen erregenden Schießerei vor einem Imbiss in der Göttinger Innenstadt kommt der Fall jetzt erstmals vor Gericht.
Foto: Der Tatort: Polizisten suchen in der Göttinger Jüdenstraße Patronenhülsen. Nun wird die SChießerei vor Gericht verhandelt.
Ein bereits mehrfach vorbestrafter 38-jähriger Iraner aus Göttingen, der zuletzt im Oktober wegen schweren Raubes und Drogenhandels zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt wurde, muss am 14. Juli erneut auf der Anklagebank des Göttinger Landgerichts Platz nehmen. Die Staatsanwaltschaft hat ihn wegen weiterer Rauschgiftdelikte sowie gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz angeklagt.
Er soll Ende Juli 2008 im Verlauf eines Streits mit einem Revolver auf einen 48-jährigen Mann aus Rosdorf geschossen haben, der sich gemeinsam mit einem 45-jährigen Bekannten als Gast in dem Imbiss in der Göttinger Jüdenstraße aufgehalten hatte.
Ein Schuss traf den 48-Jährigen ins Bein, so dass dieser mit einem Oberschenkeldurchschuss im Krankenhaus behandelt werden musste. Sein 45-jähriger Bekannter kam mit Verdacht auf einen Herzanfall ins Krankenhaus
Die Schießerei hatte damals einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Insgesamt waren neun Streifenwagen im Einsatz, außerdem mehrere Rettungswagen und ein Notarzt. Während der Tatortaufnahme war ein Teil der Jüdenstraße für mehrere Stunden gesperrt.
Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Anklage bereits vor mehr als zwei Jahren erhoben. Außer dem 38-Jährigen sind auch dessen Bruder sowie ihre beiden Kontrahenten wegen ihrer Verwicklung in die Schießerei angeklagt. Gegen sie soll getrennt verhandelt werden.
In dem jetzigen Prozess soll sich der 38-jährige Iraner auch wegen diverser Drogengeschäfte in Göttingen und Kassel verantworten. Er soll dort im Jahr 2008 Marihuana, Haschisch und Kokain verkauft haben. (pid)
» Quelle: http://www.goettinger-tageblatt.de
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