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Gewalttat durchs Fenster erspäht
12.05.2010 - Göttingen (hein).In dem Prozess um die Tötung einer 36-jährigen Frau in Gieboldehausen (Tageblatt berichtete) kommt den Beobachtungen eines achtjährigen Jungen in der Tatnacht eine möglicherweise entscheidende Bedeutung zu. Gestern wurde die Videoaufzeichnung der Aussage des Jungen im Gerichtssaal vorgeführt. Angeklagt ist der 43-jährige Ehemann, der sich bislang nicht zur Tat geäußert hat.
Er soll in der Silvesternacht seine Ehefrau in der gemeinsamen Souterrainwohnung mit Würgegriffen, Schlägen und Tritten so schwer verletzt haben, dass sie kurz nach den Misshandlungen an inneren Blutungen starb. Was zunächst niemand ahnte: Ein achtjähriger Junge, dessen Verwandte ganz in der Nähe Silvester feierten, hat die Tat beobachtet, meinen Staatsanwaltschaft und Polizei.Er sei zum Böllern nach draußen gegangen und habe durch die nur halb geschlossene Jalousie ins Innere der Wohnung geblickt, sagte der Junge vor der Kamera der Polizei. Was er dort sah, habe ihm Angst gemacht: In der gut beleuchteten Wohnung sei ein Mann auf eine Frau losgegangen. Zuvor hätten die beiden noch zu sehr lauter Musik getanzt, später habe der Mann die Frau geschlagen, auch in den Bauch. Warum Angst? Davor, dass der gewalttätige Mann ihn entdecken könnte, erklärte der Junge der Polizeibeamtin. Den anderen Kindern, mit denen er draußen war, habe er nichts erzählt. Erst später habe er mit seiner Mutter über seine Beobachtungen gesprochen. Die ging dann mit ihm zur Polizei.
» Quelle: http://www.goettinger-tageblatt.de
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